Theorie und Praxis

1.Beintechniken: (Tritt = Chagi)
Ap Chagi Vorwärtstritt
Paltung (Bandal Chagi) Spanntritt
Dollyo Chagi Kreistritt
Yop Chagi Seitwärtstrit
Dyt Chagi Rückwärtstritt
Miro Chagi Schiebetritt (Pushkick)
Hurio Chagi Peitschentritt
Naeryo Chagi Tritt von oben nach unten
Pandae Dollyo Chagi Fersendrehschlag
Twio Chagi Sprungtritt
Momdollyo Yop Chagi gedrehter Seitwärtstritt
2. Stellungen: (Stellung = Sogi)
Moa Sogi Geschlossene Stellung
Chuchum Sogi Seitwärtsstellung
Jujum Sogi Seitwärtsstellung (2 Fußlängen)
Ab Sogi kleine Vorwärtsstellung
Ab Gubi Sogi große Vorwärtsbeugestellung
Dyt Gubi Sogi Rückwärtsbeugestellung
Bom Sogi Rückbeinstellung
Goa Sogi Überkreuzstellung
3. Blocktechniken: (Block = Makki)
Arae Makki Tiefblock
Momdong Makki Mittelblock
Olgul Makki Gesichtsblock
An Makki Block nach innen
Pakkat Makki Block nach außen
Sonnal Daebi Makki Doppel - Handkanten Block nach Außen
Hansonnal Makki Handkantenblock einfach (mit eine Hand)
Batanson Makki Handballenblock
Yop Makki Seitwärts block
4. Stoß- und Schlagtechniken: (Stoß = Jirugi und Schlag = Chikki)
Momdong Jirugi Fauststoß Solar Plexus
Olgul Jirugi Fauststoß zum Kopf
Jumok Jirugi Frontfauststoß
Dollyo Jirugi Dreh stoß
Yop Jirugi Seitwärts stoß
Murup Jirugi Knie stoß
Pyonsonkut Jirugi Fingerstoß
Sonnal Chikki Handkantenschlag
Sonnal Dung Chikki Schlag mit umgekehrter Handkante
Palkup Chikki Ellbogenschlag

5. Grundzahlen / Ordnungszahlen

1 Hana / il
2 Dul / i
3 Set / sam
4 Net / sa
5 Dasot / oh
6 Yosot / yuk
7 Ilgop / chil
8 Yodol / pal
9 Ahop / gu/ ku
10 Yol / sib

6.Koreanische Kommandos im Wettkampf:
Charyeot Achtung
Kyeongyne Verbeugen
Joonbi Fertig (Kampfstellung)
Shijak Start
Kalyeo Trennen
Kyesok Weiterkämpfen
Tsch-u-yang-u Drehen
Kyong-go Verwarnung (halber Minuspunkt)
Keuman Ende
Hong Rot
Chung Blau
Seung Sieg
Gam-jeom Minus punkt
Kyeshi Zeitstop für max. 1 Minute
Shigan Zeitstop unbegrenzt
Shi gon Zeit zu Ende
Kibo Grundschule
Oen links
Orun rechts
Opo waagerecht
Sewo senkrecht
Sabom Meister, Lehrer
Sabom nim höfliche Anrede für Meister, Lehrer
Pyojok Ziel
Dwit rückwärts
Kihap Kampfschrei
Sonnal Handkante
Son Hand
Paro/Roo zurück zur Startposition
Ka-wu-hyang-woo zu einander drehen
tscha u-yang-u drehen zu Jury - Verbeugen
Gukkiye Taiyo zu den Landesflaggen
Chung song Sieger Blau
Hong song Sieger Rot
Hong Hana Tuck 1 Punkt für Rot
Chung Hana Tuck 1 Punkt für Blau

Taekwondo (auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do) ist ein koreanischer Kampfsport und steht für Fuß (Tae), Faust (Kwon) und Geistweg (Do). Obwohl Taekwondo für den laienhaften Betrachter große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, unterscheidet es sich in einigen wesentlichen Punkten von diesen. So ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten. Der Begriff Taekwondo tauchte erstmals 1955 auf und wurde von General Choi Hong-hi (ITF) entwickelt. Weltweit gibt es drei Taekwondo-Stile (ITF traditionell, ITF reformiert und WTF), die sich hauptsächlich in der Formausübung (Poomse oder Hyong) und im sportlichen Kampf unterscheiden.

Taekwondo entwickelte sich während der Zeit, als Korea in das Japanische Kaiserreich eingegliedert war und hat sich aus dem japanischen Karate entwickelt. Die Ähnlichkeiten sind so offensichtlich, das heute niemand mehr bestreiten würde, das Tae Kwon Do ein Karate-Stil ist (Mas_Oyama, Gründer des Kyokushin war Koreaner, die Anzüge, die Techniken). Genaugenommen ist alles eine Frage der Trainingsmethoden, ob man Karate von Tae Kwon Do unterscheiden kann. Natürlich gab es lange vor der Einführung des Karate waffenlose Kampfkünste in mehr oder weniger systematischer Form in Korea. Ihr ursächlicher Einfluss auf die spätere Kampfart Taekwondo darf aber mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Erst später, als sich verschiedene Taekwondo-Unterstile herauszukristallisieren begannen, wurden einige Elemente im Nachhinein hinzu ergänzt, wie etwa das im Taekgyeon entsprechend vorhandene Verbot des olympischen Wettkampfsystems, mit der Faust den Kopf zu treffen.

Das Wort Taekwondo setzt sich aus den folgenden drei sinokoreanischen Silben zusammen:
Tae = "Fuß" (steht für alle Fußtechniken),
Kwon = "Faust" (steht für alle Hand- und Armtechniken) und
Do = "Weg" (wie im Deutschen auch als Methode oder Zielstreben zu verstehen, mit dem chinesischem Begriff Dào oder Tào in engem Zusammenhang).

Taekwondo als moderner Sport unterteilt sich heute in die einzelnen Disziplinen:
Formenlauf (Teul, Hyeong, Poomsae (Taegeuk/Palgue)): festgelegte Techniken werden in vorgegebener Reihenfolge durchgeführt.
Selbstverteidigung (Hosinsul): Selbstverteidigung gegen einen/mehrere unbewaffnete oder bewaffnete Gegner.
Einschrittkampf (Hanbon Kirugi, Ilbo-Matsogi, Ilbo-Taeryeon): Ein Schaukampf mit festgelegter Technikenreihenfolge gegen einen Gegner. Neben dem Einschrittkampf gibt es auch noch den Zwei- und Dreischrittkampf (Ibo- bzw. Sambo-Matsogi, Ibo- bzw. Sambo-Taeryeon), die eher untergeordnete Bedeutung haben.
Bruchtest (Gyeokpa): Zerstören von Holzbrettern, Ziegeln oder sonstigen Materialien mittels Taekwondo-Techniken.
Freikampf (Daeryeon, Matsogi oder Gyeorugi): abgesprochener oder freier Kampf in verschiedenen Kombinationen.
Wettkampf (Chayu Matsogi): Leicht-, Semi- oder Vollkontaktkampf gegen einen Gegner.
Grundschule (Gibon Yeonseup), Gymnastik (Dosoo Dallyon) und Theorie (Ilon) sollten aber auch ständige Trainingsbestandteile sein.

Durch kontinuierliches Training und bewusste Ausübung dieser Disziplinen sollen die Taekwondoins, so werden alle Taekwondo-Betreibenden genannt, ihren Geist schulen. General Choi Hong-hi, der Begründer des ursprünglichen Taekwondos, hat dies in fünf zu erreichenden Zielen zusammengefasst, die als "Grundsätze des Taekwondo" gelten: Ye-Ui, die Höflichkeit Yom-Chi, die Integrität In-Nae, das Durchhaltevermögen Guk-Gi, die Selbstdisziplin Beakjul-bool-gul, die Unbezwingbarkeit Um diese Ziele zu erreichen, stellte Choi Hong-hi einen Eid auf, dem sich alle Taekwondo-Schüler verpflichtet fühlen sollen: Ich verpflichte mich, die Grundsätze des Taekwondo einzuhaltenIch verpflichte mich, meinen Trainer und alle Höhergestellten zu achtenIch verpflichte mich, Taekwondo nie zu missbrauchenIch verpflichte mich, mich für Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzenIch verpflichte mich, bei der Schaffung einer friedlicheren Welt mitzuarbeiten Um mit einer Taekwondo-Technik die nötige Kraft und die damit verbundene durchschlagende Wirkung zu erzielen, bedient sich der Taekwondoin bestimmter physikalischer Gesetzmäßigkeiten. Das Wissen um diese physikalischen Gesetze nannte Choi Hong-hi "Theorie der Kraft". Sie besteht aus: Konzentration: Die gesamte Kraft genau im Moment des Schlages auf eine möglichst kleine Fläche wirken zu lassen. Große Fläche = kleine Kraftwirkung, kleine Fläche = große Kraftwirkung. Reaktionskraft: Gegnerische Kraft plus eigene Kraft = Kraft, die auf den Gegner einwirkt. Gleichgewicht: Angriff wird wirksamer und Abwehr wird stabiler, wenn der Körper sich im Gleichgewicht befindet. Atmungskontrolle: Eigene Schlagwirkung und Schutz des eigenen Körpers erhöhen sich durch Anspannen der Bauchmuskeln (Ausatmen und Pressen) im Moment des Schlages. Schnelligkeit: Je größer die Geschwindigkeit, desto größer ist die wirksame Kraft. Masse: Je größer die am Schlag beteiligte Masse (Hüfte und gesamter Körper, nicht nur das schlagende/tretende Körperteil), desto größer die wirksame Kraft.